Tagebuch eines Städtebewohners

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Produktion
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Gedanken

Ein Werk, das nie veröffentlicht werden konnte.

Sabine hatte einen sensationellen Text geschrieben. Wir beschlossen, daraus ein zu Hörspiel zu produzieren. Unser Freund Wilfried Hochholdinger machte spontan mit. Er sprach großartige Schauspieler-Kollegen an und gewann sie für das Projekt. Im Februar machten wir die Sprachaufnahmen in meiner Fabriketage. Ab März folgten Bearbeitung, Musik und Mix zusammen mit Wolfgang Ragwitz.

„In einer Sekunde vierundzwanzig Bilder. Die Erinnerung ist schneller, viel schneller… Ein immerwährendes Immerfort. Zustand der scheinbaren Klarheit. Geschichte im dissonanten Loop wiederkehrender Ereignisse“.
So beginnt das Hörspiel, in dem es um ALLES geht:

Erinnerung,
Erfolg,
Liebe,
Angst,
Beziehung,
Geld,
Schönheit,
Politik,
Krankheit,
Internet,
Alter,
Erwartungen,
Medien,
Leben,
Tod,
Kampf,
Konsum,
Illusion,
Hoffnung,
Nachrichten,
Werbung,
Schein,
Druck,
Krieg,
Rollen,
Glauben,
Fragmentierung,
Geschichte,
Träume.

Das Hörspiel löst sich auf im digitalen Nirvana-Rauschen: „Selbsttäuschung des Alles-wird- gut. Bis das Happy-End etwas Neues bringt. Dennoch glaube ich … glaube ich … ich … chh … hhh …“

Das Hörspiel wurde von allen führenden Hörspielredaktionen abgelehnt. Wenn man sich heute produzierte Features & Hörspiele anhört, dann scheint das schier unbegreiflich. Wir waren sowohl technisch, soundmäßig als auch inhaltlich unserer Zeit zu weit voraus. Es war zu trotzig-radikal, es fehlte das „schick-gefällige“ und vor allem fehlte uns wohl eine unerschrockene Fürsprecher-in in den Sendeanstalten.

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