Stunde Null

…ein eindrucksvolles Meisterwerk elektronischer Musik. Es scheint, als ob er für sich neue Welten erkundet und ungeahnte Grenzen durchbricht.

Sven Zimmermann in: SCHMIDT 12/95 – PLATTE DES MONATS

15,00 

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Tracklist

Gedanken

Die erste Arbeit nach meiner Rückkehr von einem langen -abgesehen von den üblichen Pendeleien- halbjährigen USA-Aufenthalt beinhaltete den Wunsch, mich auf etwas komplett Neues einzulassen und die Ergebnisse auf dem gerade gegründeten eigenen Label zu veröffentlichen. Das Vorhaben bekam den Arbeitstitel „Stunde Null“. Ich begann mit dem minimalsten Instrumentarium, das ich mir vorstellen konnte: ein monophones Instrument, ein Mischpult und zwei Stereoaufnahmegeräte.

„Schwingungen“ und „Sequenz des Lebens“ bestehen aus jeweils nur drei (im Ping-Pong- Verfahren zwischen zwei DAT-Recordern) aufgenommenen Minimoog-Einspielungen. Im Teil drei „Stille“ erweiterte ich die Tonerzeuger um eine Rhythmusmaschine und einen modernen Synthesizer, während an „0±1=X“ schon ganze fünf Geräte − ohne Midi – beteiligt waren. Übrigens: „Harddisk-Recording“ war für mich damals noch ein Fremdwort.

Die Stücke entstanden in freien Improvisations-Sessions, aus deren Erfahrungen ein neuer Kreativitätsschub resultierte, elektronische Musik jenseits der in den Jahren davor perfektionierten Cosmic Baby- Klanginhalten und -Arbeitsweisen zu machen. Mit der Lust am Wieder-Experimentieren setzte eine Tendenz zur stilistischen Entfernung von den „gängigen“ Technogenres ein.

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