„Die Toteninsel“

Jetzt, wo die neue Website Gestalt annimmt und ihr „Launch“ nicht mehr sehr lange auf sich warten lässt, macht auch das Nachdenken über neue Veröffentlichungen richtig Laune.

Da ist ein riesen Berg an Material, das für eventuelle Veröffentlichungen in Betracht käme, doch kann ich eigentlich ganz entspannt-intuitiv bei der Auswahl vorgehen, da ich in den letzten Jahren ja schon ziemlich zielgerichtet in diverse Hauptrichtungen/Themenprojekte geforscht und komponiert habe:

werde mit der „Toteninsel“ als erstem konkreten, neuem Veröffentlichungsprojekt  beginnen.

Arbeite seit zwei Wochen fast jeden Tag ein paar Abendstunden an dem Album.

Die thematische Grundidee ist klar und die dramaturgische Grobstruktur hinsichtlich der Auswahl und Reihenfolge der Hauptparts steht auch schon. Mache jetzt Zeitreisen, in dem ich mich an Klänge oder Miniaturen erinnere, die ins Konzept passen könnten, hole sie in den Mix und probiere aus. Ich sitze vor meinem Pult wie ein Filmregisseur am Schneidetisch.

„Die Toteninsel“ ist ein klangliches Gedankenspiel. Ausgangssituation:

Beschreibung der Parallelität einer Dichte unzähliger Gedanken innerhalb der Zeit eines Zigarettenzuges.

Stichpunkte:

-Kreation einer Dehnung der Zeit, ein Einfrieren der Zeit.

-Darstellung von Parallelität mit seriellen musikalischen Mitten.

-Zeitgleichheit: im Denken sind die Komponenten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufgehoben. Alles passiert jetzt.

– im Denken ist es unerheblich, was „authentisch“ selbst erlebt oder durch Medien (Menschen, Bücher, Filme, Musik) virtuell zur eigenen Wirklichkeit wurde.

-Denken ist Zeit- und Raumunabhängig

– Denken als permanente Nahtoderfahrung: assoziative Bilderketten, die im Millisekundenbereich durch das Gehirn schießen.